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1926
Der Blick der modebewussten richtet sich nun auch in die USA. Doch auch, wenn die Säume auch in Deutschland immer öfter das Knie der Damen frei lässt, die wilde Freiheit, wie sie von Josephine Baker verkörpert wird, geht den meisten dann doch zu weit. Nach wie vor ist die knabenhafte Figur gefragt und die Kleider haben keine Taille nur die legeren Jacken, die allenthalben zu sehen sind, werden mit einem Gürtel eingehalten. Der Jumper schleicht aus dem Sport in den Alltag und wird mit weiten Röcken oder gleich mit Hosen kombiniert. In den wohlsituierten Kreisen sind Frauen immer öfter nicht mehr mit ihrer Rolle als Mutter und Hausfrau zufrieden und suchen sich eine berufliche oder sportliche Betätigung. Am Abend wird der Stil der Tagesbekleidung fortgesetzt, jedoch mit opulenter Ausschmückung und gewagten bis unanständigen Rückenausschnitten. Die Herren bleiben den Anzügen treu, nur bei sportlicher Betätigung greifen sie zu Knickerbockern und einer kessen Schirmmütze. Unter den jungen Männern des Landes verbreitet sich eine andere "Mode" - sie treten in die Hitlerjugend ein.
In Berlin findet die erste Grüne Woche statt, der Funkturm ist fertig, die Daimler-Benz AG wird gegründet und Göbbels wird Gauleiter der NSDAP in Berlin-Brandenburg. Die interalliierten Militärkontrollkomissionen in Konigsberg und München werden aufgelöst und in Köln, Bonn und anderen Städten wird der Abzug der Besatzungstruppen gefeiert. In Italien wird die Tarifautonomie beendet, Streiks und Aussperrungen verboten und kurze Zeit später die "Lebensmittelverschwendung", z.B. die Herstellung von Süßwaren unter Verwendung von Weizenmehl, unter Strafe gestellt. Und in der Türkei wird das Haremswesen und die Poligamie abgeschafft. Schrödinger, Born, Fermi, Dirac und andere bringen die theoretische Physik mit ihren Arbeiten voran.

Die Jahresmedaille der B. H. Mayer's Hof-Kunstprägeanstalt Pforzheim

1927

Jahresmedaille des Jahres 1927 der B. H. Mayer's Hof-Kunstprägeanstalt Pforzheim Material: Bronze, Maße: 41,2 x 50,4 mm, Dicke: 3,4 mm, Gewicht: 39,8 gr.
Die Medaille ist hochkant rechteckig. Das untere Viertel trägt in drei Zeilen die Aufschrift "B H MAYER's HOF-KUNSTPRÄGEANSTALT PFORZHEIM". Der obere Teil ist mit einem Rahmen versehen, in dem ein stilisiertes dreimastiges Segelschiff von links vorne dargestellt. Die Segel, auf denen das Logo BHM prangt, sind voll gebläht und hohe Wellen erzeugen den Eindruck schneller Bewegung. In die oberen Ecken ragen stark vereinfachte Blätter und über dem Segel steht, schräg angeordnet, "VIEL GLÜCK" und links und rechts des Schiffes die Jahreszahl 1927.

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