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1927
Bubikopf, lockere Kleider in Blautönen und streng geschnittene Jackenkleider repräsentieren die zunehmende Freiheit und beginnende Emanzipation der Frauen. Nichts soll mehr hindern oder einengen. Hüte gelten immernoch als unbedingtes Muß, aber es sind kleine Topfhüte, die weder im Kino oder Theater, noch im Auto stören. Und selbst Bademode ist nichts Unanständiges mehr. Badeanzüge waren knappe Einteiler, die großzügig mit Stickerein, Bordüren Fantasievögeln und Drachen versehen waren. Außerhalb des Wassers reichten nun ein ärmelloser Kasak über kurzen Hosen als Freizeitbekleidung auch für eine "anständige" Frau. In den Abendstunden war weiß und asymmetrische Schnitte en vogue.
In Deutschland wird der Hindenburgdamm und der Nürburgring eröffnet und in Dortmund gewinnt Max Schmeling seinen ersten Europameistertitel. Es wird die erste Arbeitslosenversicherung eingeführt. Ansonsten ist Berlin das heißeste Pflaster der Welt. Metropolis von Fritz Lang wird uraufgeführt und treibt die Entwicklung des Kinos voran, Theater und Varietés sind voll. Man tanzt voll Lebenslust auf dem Vulkan...
Der Rest der Welt staunt über den ersten Alleinflug über den Atlantik durch Lindbergh. Australien erklärt Canberra zur neuen Hauptstadt des Landes. In Japan sterben im März über 3.000 Menschen bei einem Erdbeben und ein weiteres fordert im Mai etwa 200.000 Opfer in China.

Die Jahresmedaille der B. H. Mayer's Hof-Kunstprägeanstalt Pforzheim

1928

Jahresmedaille des Jahres 1928 der B. H. Mayer's Hof-Kunstprägeanstalt Pforzheim Material: Metall, Maße: 53,6 x 42,5 mm, Dicke: 3,0 mm, Gewicht: 40,2 gr.
Die Medaille ist rechtwinklig im Querformat. An der unteren Kante ist ein erhabener sSreifen mit der Aufschrift "B.H.MAYER´S", einzeilig, und "HOF-KUNSTPRÄGEANSTALT PFORZHEIM.", zweizeilig. Der Motivteil ist leicht abgesenkt und trägt rechts oben den Schriftzug "GLÜCK AUF" und direkt darunter die Jahreszahl 1928. Das Motiv selbst ist ein Nachen mit Drachenkopf auf kleinen Wellen. Ein geflügelter Putto steht am vorderen Ende und treibt den Nachen mittels einer Stange nach links. Hinten sitzt ein bärtiger Mann mit kurzem Haar und gefiederten Flügeln. Sein Oberkörper ist bloß, um den Unterkörper und über den linken Unterarm ist ein Tuch drapiert. Seine linke Hand ruht auf einer Sanduhr, seine rechte Hand auf seinen Knien. Im Arm hält er eine Sense.

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